Kurzandacht

Christuskirche Augsburg Haunstetten

Ostersonntag

Ostersonntag

Der Garten unseres Kindergartens war sehr altmodisch und überhaupt nicht so, wie man heute davon träumt, dass er für Kinder schön und abwechslungsreich ist.
Da waren alte Stahlgerüste und eine große Asphaltfläche zum Rollerfahren.
Nachdem die Planung fertig und das Geld fast beschafft war, fingen die Rodungsarbeiten an. Alte, gefährliche Bäume mussten weg, genauso wie die alten Spielgeräte.
Alles wurde durch den Bagger umgewühlt.
Am Ende sagte ein Vater: „Das sieht aus, wie am 1. Schöpfungstag. Alles nur Chaos. Das kann nur schöner werden.“

Gleichzeitig sah man aber auch wie groß das Gelände für den Garten war und welche Möglichkeiten in ihm steckten.

Es brauchte allerdings den Gärtner, der diese Möglichkeiten und die neue Schönheit erweckt.
Christus erscheint der ersten Auferstehungszeugin Maria als Gärtner.
Immer wieder hatte er schon zu seinen Lebzeiten von Gärten als Bilder des Reiches Gottes erzählt.
Sie waren sein Bild für das Leben in der Gemeinschaft mit Gott wie am Anfang im Paradies.
Der Garten ist in der Bibel der Ort der von Gott geordneten Schönheit.
Er ist nicht wilde Natur, die den Menschen Angst macht.
Der Garten Eden entstand aus dem Urchaos toter Materie.
Gott hat das Leben neu erschaffen und es macht den Menschen keine Angst, sondern bietet ihnen Raum zum Leben. Sie können sich einfach an dem bedienen, das da ist.
Mit der Auferstehung Jesu hat Gott das Leben neu geschaffen.
Das Leben heißt nun ewiges Leben.

Nicht weil das ewige Leben ewig dauert, sondern weil uns in ihm nun eine neue Aussicht und Schönheit blüht. Das Paradies ist zurück.

Dirk Dempewolf, Pfarrer, Evangelische Christuskirche